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JUNG, MATTHIAS (2022): [Rez. v.] Thomas Loer: Reziprozität. Annäherungen an eine Grundlegung der Kultur- und Sozialwissenschaften. […]. sozialer sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung. Jg. 23, Heft 1, S. 205–212. ISSN: 1439-9326. URL: https://www.degruyter.c ... 515/sosi-2022-0009/html. 
Added by: Thomas Loer (6/25/22, 4:34 PM)   Last edited by: Manuel Franzmann (8/4/22, 1:19 PM)
Resource type: Journal Article
Languages: Deutsch
ID no. (ISBN etc.): 1439-9326
BibTeX citation key: Jung2022
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Categories: General
Keywords: Begrüßung, Danken, Gabe, Gabentausch, Hénaff [Marcel], Lévi-Strauss [Claude], Maori, Mauss [Marcel], Reziprozität, Schenken, Sozialität
Creators: Jung
Collection: sozialer sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung
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Abstract
In den vergangenen Jahren haben Sozialtheorien wieder vermehrt ihre Aufmerksamkeit auf Phänomene der Reziprozität gerichtet, zunächst in der frankophonen Diskussion, vor allem dank der an Marcel Mauss anknüpfenden M.A.U.S.S.-Gruppe (Mouvement Anti-Utilitariste dans les Sciences Sociales) um Alain Caillé (2008) sowie der Arbeiten von Marcel Hénaff (2009; 2014), und auch im deutschsprachigen Raum lässt sich dieses Interesse an neueren Monographien, Einführungen und Sammelbänden zur Reziprozitätsthematik ablesen (z.B. Adloff/Mau 2005; Hillebrandt 2009; Stegbauer 2011). Ein weiteres Buch zu diesem Thema wird deshalb danach zu beurteilen sein, welche neuen Einsichten es aufbieten kann und welchen Beitrag es zu begrifflichen Klärungen zu leisten vermag. Das vorliegende Werk ist aus einem Studienbrief der Hagener Fernuniversität hervorgegangen und in der vom dortigen Institut für Soziologie herausgegebenen Reihe „Studientexte zur Soziologie“ erschienen. Auf dem Cover wird vermerkt, dass es sich um ein „Lehrbuch“ handelt, doch geht sein Anspruch, wie sich im Untertitel andeutet, darüber weit hinaus, denn das Buch versteht sich zugleich als Baustein einer Konstitutionstheorie der Kultur- und Sozialwissenschaften, genauer als eine Art Propädeutikum zu „einer weiterführenden und umfassenden Studie zur strukturellen Reziprozität“ (S. VIII). Diesen doppelten Anspruch gilt es im Folgenden im Auge zu behalten.

Gegliedert ist es in drei Abschnitte. Der erste thematisiert alltägliche Erscheinungsformen von Reziprozität wie Handlungen des Grüßens, Verabschiedens, Dankens und Schenkens, der zweite diskutiert kulturanthropologische Reziprozitätsphänomene wie den Ringtausch, den Potlatsch und den Austausch von Heiratspartnern sowie die wirkungsgeschichtlich folgenreichen Studien hierzu, der dritte schließlich enthält eine resümierende Synthese und zeigt die Bedeutung einer Theorie der Reziprozität für eine Grundlegung der Kultursoziologie auf.


  
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