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FRANZMANN, MANUEL (2021): Der beschleunigte gesellschaftliche Strukturwandel als Herausforderung für Bildung und biografische Transformationen (Vorlesung 2). Kiel: Christian-Albrechts-Universität. [Working Paper] URL: https://nbn-resolving.o ... de:gbv:8:3-2021-00308-5. 
Added by: Manuel Franzmann (06/03/2021 08:29:23 PM)   Last edited by: Manuel Franzmann (06/03/2021 08:30:50 PM)
Resource type: Unpublished Work
Languages: Deutsch
BibTeX citation key: Franzmann2021a
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Categories: General
Keywords: Arbeit, Arbeitslosigkeit, Bedingungsloses Grundeinkommen, Beschleunigung, Bildung, Bildungsforschung, Bildungstheorie, Biographie, Biographieforschung, Digitalisierung, Grundeinkommen, Krise, Krisenbewältigung, Krisentheorie, lebenslanges Lernen, Lebenslauf, Lebenslaufforschung, Muße, Pädagogik, Routine, Soziologie, Transformation
Creators: Franzmann
Publisher: Christian-Albrechts-Universität (Kiel)
Views: 18/95
Attachments   URLs   https://nbn-resolv ... v:8:3-2021-00308-5, https://macau.uni- ... acau_mods_00001035
Abstract

Gegenstand der Betrachtung ist der beschleunigte gesellschaftliche Strukturwandel, und zwar im Hinblick auf damit verbundene Herausforderungen für Bildung und biografische Transformationen. Hierzu wird die in der ersten der beiden Vorlesungen dargestellte, auf Ulrich Oevermann zurückgehende krisentheoretische Perspektive herangezogen, die ein neuere Paradigma in den Sozialwissenschaften repräsentiert, mit einem großen Potenzial für Fragestellungen der Soziologie, Pädagogik und Sozialen Arbeit. Besonderes Augenmerk wird der Programmatik des „lebenslangen Lernens“ geschenkt, die seit den 1970er-Jahren den Strukturwandel in Deutschland, Europa und Nordamerika diskursiv begleitet. Es wird argumentiert, dass dieser Diskurs eine bezeichnende Engführung schon im Begriff des „Lernens“ mit sich führt, im Unterschied zu dem umfassenderen Bildungsbegriff, wie er von Wilhelm von Humboldt geprägt worden ist. Der Strukturwandel hat mittlerweile ein Tempo und ein Ausmaß erreicht, dass „Lernen“ im krisentheoretisch explizierten Sinne von routinehaften Prozessen der Erwerbs von Wissensbeständen und Fertigkeiten bei weitem nicht ausreicht. Um den wachsenden Anforderungen an biografische Transformationen gerecht zu werden, wären vielmehr krisenvermittelte Bildungsprozesse über die gesamte Lebensspanne nötig. In diesem Zusammenhang wird auch die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens diskutiert, die eine Demokratisierung der sozialstrukturellen Verfügbarkeit von Muße ermöglichte. Muße erscheint dabei als strukturelle Voraussetzung für genuine Bildungsprozesse im Sinne Wilhelm von Humboldts.


  
Notes
22 Seiten
Added by: Manuel Franzmann  Last edited by: Manuel Franzmann
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