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LOER, THOMAS (2020): Reziprozität. Annäherungen an eine Grundlegung der Kultur- und Sozialwissenschaften. (Studienbrief). Hagen: Fernuniversität Hagen. 
Added by: Manuel Franzmann (2020-09-26 15:44:11)   Last edited by: Manuel Franzmann (2020-09-26 15:48:01)
Resource type: Book
Languages: Deutsch
BibTeX citation key: Loer2020
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Categories: General
Keywords: Reziprozität
Creators: Loer
Publisher: Fernuniversität Hagen (Hagen)
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Abstract
Die Sache der Reziprozität findet sich in alltäglichen Phänomenen wie dem des Grüßens und des Sich-Verabschiedens, des Dankens und des Schenkens. Überall dort und in vielen weiteren Phänomenen erkennen die Akteure sich wechselseitig als Personen an. Um die Sache der Reziprozität auf den Begriff zu bringen, wird ihr zunächst exemplarisch nachgespürt, indem Protokolle dieser alltäglichen Phänomene mit der Objektiven Hermeneutik analysiert werden. So wird ein erster Begriff struktureller Reziprozität entwickelt: Durch die bloße durch sie selbst wahrnehmbare Ko-Präsenz von zwei oder mehr Angehörigen der Gattung Mensch sind diese so aufeinander bezogen, dass das, was auch immer einer von ihnen tut, objektiv ein Bezugnehmen auf den anderen darstellt und ihm und damit zugleich sich selbst einen Ort im geteilten Universum der Gattung zuweist. Mit diesem Begriff im Gepäck wird sodann eine Reise durch die systematisierenden Deutungen, theoretischen Explikationen und philosophischen Systematisierungen von Reziprozität durch Marcel Mauss, Claude Lévi-Strauss und Marcel Hénaff unternommen. Auf dieser Reise wird deren anhand ethnographischen Materials und philosophischer Reflexionen entwickelte Begrifflichkeit von Gabe und generalisiertem Tausch mit den an alltäglichen Phänomenen zunächst gebildeten, an der Re-Analyse von Teilen des Materials und der argumentativen Überprüfung der Reflexionen weiterentwickelten eigenen Erkenntnissen konfrontiert. So wird ein empirisch gesättigter und theoretisch weiterentwickelter Begriff der strukturellen Reziprozität gewonnen. Im Verlauf der Darstellung wird immer wieder auf leicht zugängliche Phänomene hingewiesen, die den Studenten Forschungsmöglichkeiten zur Prüfung und Anreicherung der Argumentation bieten.
  
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